Dienstag, 29. April 2008

Gold Country Weekend Trip

Nach einigen eher natur-orientierten Touren stand am Wochenende nun etwas Geschichte auf dem Programm: Sacramento, die Hauptstadt Kaliforniens, und das umliegende "Gold Country" -- die Gegend, in der einst Gold gefunden wurde -- was den legendären kalifornischen Goldrausch auslöste. Vielleicht dazu im Vorfeld etwas Geschichte: Der Schweizer Johann Sutter hatte die Idee, im damals noch mexikanischen Kalifornien ein "New Helvetia" zu gründen. Dazu erwarb er vom mexikanischen König einige Gebiete in der Gegend von Sacramento und ließ ein Fort errichten. Zum Bau bediente er sich der Rohstoffe der umliegenden Wälder und baute einige Sägemühlen, under anderem die im heutigen Coloma. Bei der Fertigstellung dieser Mühle entdeckte sein Zimmermann einen Goldklumpen im American River. Diese Nachricht verbreitete sich schnell, so dass innerhalb weniger Tage tausende Goldsucher aus aller Welt, dabei zum Großteil aus Asien, in das Gebiet kamen -- und damit Sutters Pläne durchkreuzten, da sie einfach sein Land in Besitz nahmen.

Doch zurück zur Tour. Die ging los in Old Sacramento, dem historischen Sacramento, in der man noch die Überreste der "Wild-West-Gebäude" bestaunen und selbst nach Gold suchen kann. Von da aus ging es dann zum Malakof Diggins State Park, einem Gebiet, in dem Hydro-Mining betrieben wurde: Aus Effiziengründen bestrahlte man die Hügel einfach mit riesigen Wasserwerfern und entnahm die Goldanteile über ausgeklügelte technische Einrichtung der entstehenden Schlemme. Dadurch entstand eine recht interessante Landschaft. Von da aus ging's dann weiter zum Empire Mine State Park, in dem die Überreste der bis 1939 betriebenen Goldmine zu sehen sind. Leider kamen wir etwas zu spät, so dass wir nach der Übernachtung in Sacramento am nächsten morgen erneut die Empire-Mine aufsuchen mussten. Beeindruckend sind die Ausmaße der Mine -- bis ca. 4km Tiefe wurde das ganze Gebiet mit Stollen und Gängen durchzogen.

Der nächste Stop war der Marshal Gold State Park in Coloma, dem Ausgangspunkt des Goldrauschs. Neben der Sutter Mill sind technische Überbleibsel aus der Goldsucherzeit zu sehen, die eindrucksvoll zeigen, auf welche verschiedene Weisen man Gestein zerkleinern kann. Eigentlich standen dann noch weitere Goldsucher-Orte auf dem Plan, doch wir entschieden uns, dann doch so langsam den Rückweg anzutreten.

Dienstag, 8. April 2008

Highway No. 1 Trip

Nun hat es endlich geklappt -- der Road Trip entlang des Highway Number One von Monterey gen Süden bis kurz nach Big Sur. Diese Fahrt war schon mal eher geplant und musste immer wieder verschoben werden. Doch das Wetter war recht gut, und die Jahreszeit auch sehr passend, da momentan noch alles in voller Blüte steht. In ein paar Wochen (bis Monaten) werden alles Grün ausgedorrt und alle Blumen verblüht sein.

Startpunkt war Carmel-by-the-Sea, in ca. 1.5h von Palo Alto aus zu erreichen. Gemeinsam mit zwei Kollegen ging es Samstag früh los -- ausgerüstet mit einem "Cooler" nach amerikanischer Weise (der sich als sehr nützlich erweisen sollte). Carmel ist ein sehr interessanter Ort -- Clint Eastwood war einst Bürgermeister da -- und bietet neben Upscale Restaurants und Shops einen einzigartigen weißen Sandstrand. Außerdem herrschen hier einige besondere Regeln zum Erhalt der Idylle, wie z.B. dass kein Haus nicht mehr als 2 Stockwerke haben darf. Ein historisch interessantes Highlight ist die Carmel Mission, eine der 21 kalifornischen Missionsstationen, die noch sehr gut erhalten ist.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Carmel (in dem besagter Cooler erstmal gefüllt wurde) ging es weiter zum Point Lobos State Resort, einem Park direkt südlich von Carmel. Hier beginnt bereits das Typische der kalifornischen Highway-1-Küste -- schroffe Felsen, tosendes blaues Meer, interessante Tiere in freier Wildbahn (wie z.B. Seerobben). Nach einer kurzen Wanderung und einem deftigen Picknick ging es dann weiter Richtung Big Sur -- mit unzähligen Stops entlang des Weges, um den Anblick genießen und festhalten zu können. Besonders interessant ist dabei Point Sur, ein vorgelagerter Vulkankegel, der mit dem Festland über eine Sandbrücke verbunden ist -- die - interessanterweise - immer noch nicht vom brandenden Meer beseitigt wurde. Ziel und Umkehrpunkt war der Pfeiffer Burns State Park. Dieser hat die Besonderheit, dass ein kleiner Wasserfall direkt an der Küste ins Meer fällt -- in Zusammenhang mit türkisblauem Wasser sehr beeindruckend.

Auf dem Rückweg blieb noch Zeit für den Pfeiffer Beach State Park, in dem sandsturmähnliche Verhältnisse uns nur kurz verweilen ließen. Daher kamen wir rechtzeitig zum Dinner in Monterey an und entschieden uns für ein englisches Pub, um kurz Rast zu machen. Nach einem langen Tag kamen wir dann endlich kurz vor Mitternacht wieder zurück in die "Zivilisation", dem Silicon Valley.