So ging's gegen Freitag Mittag los, um gegen Abend den Park und unseren Camp Ground zu erreichen. Nach einer Einweisung in die Benutzung der Bärenboxen und in Regeln zum Vermeiden von Bärenkontakt wurden sowohl Zelte als auch das Lagerfeuer (BBQ!) klargemacht. Nach und nach trafen auch die anderen Volunteers der Klettergruppe ein, der wir uns angeschlossen hatten.
Am nächsten Morgen ging es dann zu einem Kindergarten, dessen Außenzaun es zu erneuern galt. Bis zum Nachmittag hatten wir ordentlich zu tun -- doch das Arbeiten mit Blick auf die Yosemite Falls und einiger anderer Berühmtheiten des Yosemite Valleys war recht angenehm.
Nachmittags war nach einem Bad im Merced River (mehr oder weniger ein Schmelzwasserfluss und entsprechend temperiert) zu einem Crack zum Klettern. Doch wir mussten unsere Kräfte eigentlich sparen für den nächsten Tag, denn da war eine Tageswanderung zum Half Dome, dem wohl populärsten Fels des Parks, angesagt.
Und so brachen wir am nächsten Morgen in aller Frühe (naja, so früh war es dann doch nicht, nachdem uns die Schlangen an den WCs uns ausgebremst hatten) auf. Bevor stand ein 10-12-Stunden-Marsch, der fast ausschließlich bergauf bzw. rückzu bergab ging, vorbei an den Vernal Falls und den Nevada Falls. Für den Hinweg entschieden wir uns für den längeren aber leichteren und trockeneren John Muir Trail. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann auch die legendären Kabel, an denen man sich über den blanken Fels auf den Gipfel des Half Domes zu ziehen hatte (es war das erste Wochenende der Saison, an dem die Kabel klar waren). Vom Gipfel genossen wir den einzigartigen Ausblick über Yosemite Valley und freuten uns über die verbliebenen Schneereste, die angesichts der Hitze sehr angenehm waren. Nach einer ausgiebigen Pause ging es dann auch zurück, diesmal auf dem Mist Trail direkt am Vernal Fall entlang. Nach 11 Stunden erreichten wir erleichtert den Parkplatz. Auf dem Rückweg waren unsere Wasserreserven ausgegangen, aber dank unseres Wassefilters konnten wir das zweifelhafte Flusswasser in klares wohlschmeckendes (naja, nicht ganz) Trinkwasser verwandeln. Nun mussten wir nur noch unsere Zelte abbrechen, die Bärenbox leeren und die nächtliche Fahrt Richtung Heimat bewältigen.
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